Klagen statt Klären oder besser Klären statt Klagen?

„Schuwardt, wir müssen reden!“

Nach meiner Fahrradwoche bin ich vielleicht empathischer geworden, was das Jammern mancher Menschen in meinem Umfeld anbelangt. Wenn ich Rad fahre, beschränke ich mich auf das Wesentliche. Das gilt auch für das Gepäck.

Heute ist es mir wieder passiert: Ein Anruf und schon fing das Klagelied wieder an. Kennst du auch solche Menschen, die ständig klagen, wie schlecht die ganze Welt es doch mit ihnen meint. Noch schlimmer finde ich, dass mich dieses Klagelied auch mit runterzieht. Vielleicht sind die Klagenden gar nicht so schlecht dran. Es geht ihnen vielleicht besser als mir, der sich dieses Lied in D-Moll anhören muss. Einige der Sängerinnen des Klageliedes hätten es wahrscheinlich gerne, wenn ich in den Refrain mit einsteigen würde. Doch halt Schuwardt, sei achtsam. Wenn du lieber Frühlingslieder in Dur als in Moll hören möchtest, musst du nicht mit einstimmen. Du kennst bestimmt auch solche Menschen, die dir einfach nicht guttun. Und dennoch überlege ich, was kann diesen Menschen helfen.

Für diese Menschen wäre es ein wunderbares Geschenk, wenn sie mit der Selbstklärung beginnen können.

Wenn ich Klage oder sogar Anklage, dann verweise ich die (eigene) Verantwortung immer an den anderen und weg von mir selbst. Dabei findet die Klärung doch nur bei mir selbst statt. Findet das Klagen auch noch innerhalb einer Gruppe (mindestens 2 Personen) statt, so kann Mediation ein geeignetes Verfahren sein, die Klagen zu klären. Innerhalb des geschützten Verfahrens der Mediation kann ich meine Klagen klären, um künftig besser mit Situationen umzugehen. Es geht nicht um die Vergangenheit, sondern darum, die Zukunft zu gestalten.

Christoph Thomann hat Ende der 1970 Jahre die sogenannte Klärungshilfe entwickelt. Hier geht es um die gemeinsame Gestaltung der Zukunft.

Klärung biete ich z. B. an, bei Nachfolgeregelungen in Familienunternehmen und besonders bei der Gestaltung von Erbregelungen, aber auch bei der außergerichtlichen Auseinandersetzung von (ungeplanten) Erbengemeinschaften. Insbesondere in Erbfällen kommt es doch häufig zu Klagen und es ist doch der größte Wunsch eines jeden von uns, in Ruhe und Besinnlichkeit vom Elternhaus Abschied nehmen zu können.

Also lasst uns die Zukunft klären und lasst das klagen. Ich unterstütze und begleite dich gerne in diesem Prozess.

Dein Egbert Schuwardt
Mediator | Coach | Berater

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