Was ist eigentlich Glück?

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„Glück gehabt!“ Ina ist zum Glück am Samstag zurückgefahren, weil für heute Eisregen und Schneefall und an der Nordsee Sturm angesagt wurde.
Mein Bild der Woche liegt allerdings schon eine Woche zurück. Die Sonne scheint, das Wattenmeer ist leicht vom Schnee gepudert. Die Bäume sind weiß vom Schnee … Auf Inas Terrasse liegt Schnee, mit dem ich mich vor dem Duschen abgerieben habe. Wann hat man mal solch ein Glück.

Wieder einmal spreche ich große Worte gelassen aus:

Glück ist ein positiver Zufall. Ich habe dieses Foto gemacht. Alles ist ideal: Sonne, Schnee, Eis. Positiver Zufall oder unverdienter positiver Umstand;
oder der positiv empfundene Zustand im Sinne von Glücksempfinden.

Die Erfüllung menschlichen Wünschens oder Strebens kann zu momentanem, lang anhaltenden friedvollen oder auch rauschhaften Glückszuständen führen.
Leider nehmen wir das Triviale enorm wichtig und fühlen uns deswegen unglücklich und unzufrieden.

Ich will mich hier nicht mit den biochemischen Prozessen aus dem Bio-Leistungskurs beschäftigen (das wäre eigentlich damals ein spannendes Thema gewesen statt Fotosynthese). Nur so viel sei gesagt. Endorphine, Dopamin und Serotonin haben Einfluss auf unsere Psyche bzw. auf das Glücksgefühl. Wir können viel tun oder gute Lebensmittel essen, um die Hormone, die zu Glück führen, zu unterstützen.
Unser Gehirn setzt Botenstoffe bei der Nahrungsaufnahme, beim Sport, bei Sexualität und Entspannung frei.

Umfragen haben herausgefunden, was uns im Leben großes Glück beschert hat. Über die Hälfte der Befragten gab an, dass die eigenen Kinder oder Enkelkinder, die Familie oder die Partner ihnen großes Glück beschert haben.

Paul Watzlawick, der österreichische Psychotherapeut, kehrt das Glücklichsein in seinem Kultbuch aus dem Jahre 1983: „Anleitung zum Unglücklichsein“ ins umgekehrte und regt uns damit an nachzudenken. Ich lese – so, wie es im Buchdeckel steht – mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Ich finde mich auch immer wieder, wenn ich mir den Alltag unerträglich mache.

Ich will nur eine Geschichte aus dem lesenswerten Büchlein nehmen: „Der Mann mit dem Hammer.“ Wir kennen diese selbsterfüllenden Prophezeiungen alle nur zu gut.

Wie war sie noch mal die Geschichte mit dem Mann mit dem Hammer? Ein Mann will ein Bild aufhängen und hat die passenden Nägel zur Hand. Allein der Hammer fehlte. Mein Nachbar hat einen Hammer. Ich leihe ihn mir aus. Und jetzt geht die Geschichte richtig los. Wenn er mir den Hammer nun nicht leihen will. Im Treppenhaus grüßte er nur flüchtig und sah an mir vorbei. War der Nachbar in Eile? Nein, er hat bestimmt etwas gegen mich. Ich habe ihm doch nichts getan. Ich würde ihm den Hammer ja leihen, aber er? Ich gehe zum Nachbarn nach oben und schelle: „Behalten Sie doch ihren blöden Hammer.“

Schon Ovid hat diese Technik beschrieben: „Rede dir ein, du liebst, wo du nur flüchtig begehrst. Glaube es kaum selbst … „Ein wenig verkürzt. Wenden wir also die Technik von Ovid an, so kann es uns gelingen, glücklich zu sein. Wir sind allerdings die besten Meister darin, Unglück zu erzeugen.

Im Bestseller von Dale Carnegie: „Sorge dich nicht, lebe!“ beschreibt der Autor, wie ich meinen Sorgen mit Selbstreflexion begegne, damit sie nicht meinen Geist beherrschen. Handele und schaue nicht ständig zurück. Mein Spruch ist: 90 % der Selbstannahmen treffen nicht ein. Wie oft habe ich mir einen Kopf gemacht, der Kunde geht, er sucht sich einen anderen Steuerberater. Das trifft in den wenigsten Fällen zu. Wenn du ein erfülltes Leben ohne Sorgen führen möchtest, dann handele entscheidungsfreudig. Denke vor allem positiv und Handel positiv. Marcus Aurelius sagte bereits, dass Glück deines Lebens von der Qualität deiner Gedanken abhängt. Denk positiv. Wenn du glückliche Gedanken hast, wirst du dich auch irgendwann glücklicher fühlen. Ebenso wichtig ist es, positiv zu handeln.
Setze ein Lächeln auf, summe dein Lieblingslied und es fällt dir schwer, schlecht gelaunt zu sein.

Weißt du jetzt, was Glück ist? Sei einfach dankbar für dein Leben. Auch, wenn wir gerne mal ein bisschen jammern. Auch das gehört dazu.

Nimm deine negativen Stimmungen wahr und beschreibe sie nicht einfach mit „Ich bin schlecht drauf“. Spüre deinen Gefühlen nach. Ich bin genervt, traurig …Was ist es genau?

Finde den Auslöser für deinen negativen Emotionen. Heute war ich völlig überfordert, ich bin machtlos (insbesondere jetzt, wo ich gegen die Corona-Maßnahmen nichts unternehmen kann). Mir fehlt vielleicht der sportliche Ausgleich. Meine Jeans zwickt (kennen wir alle).

Akzeptiere, dass du gerade nicht planen kannst, wie die Reise weitergeht (soll in dem Buch, was ich noch auf dem Nachttisch liegen habe: „Das Nordwandprinzip, wie Sie das Ungewisse managen“ von Rainer Petek gut beschrieben sein.). Bauen wir die Fitness, die wir in anstrengenden Zeiten gerne vernachlässigen, in unseren Alltag ein. Ich bin dann wieder beim Gehen. Die Tage werden schon wieder länger, ich genieße den Schnee und die Ruhe, die schneebedeckte Straßen ausstrahlen.

Kümmere dich um dein Glück selbst. Du bist deines Glückes Schmied! Nur so, bis du auch in der Lage dich ausgeglichen und glücklich um andere zu kümmern.
Liebe Grüße dein

Egbert Schuwardt
Mediator und Coach

2 Antworten

    1. Liebste Ina,

      ich werde es mir auch immer wieder anhören, um es selber umzusetzen.

      Ich danke dir für deinen Motivationsschub

      Liebe Grüße
      dein Egbert

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