Egbert Schuwardt
Mediator / Coach / Berater

Mediationsvertrag

Zwischen Mediator
Egbert Schuwardt – Oberbergische Straße 52 a – 42285 Wuppertal (Mediator)
und Medianden
(alle Medianden werden gebeten, eine eigene Vereinbarung abzuschließen – bitte geben Sie trotzdem die anderen Medianden mit an)
Wird die folgende Mediationsvereinbarung über die Durchführung einer Mediation geschlossen:
Ziel der Mediation ist es, eine Lösung in verbindlichem Einvernehmen zu erzielen!
  1. Die Parteien sind übereingekommen, eine Lösung des zwischen Ihnen aufgetretenen Konflikts in einem Mediationsverfahren unter Mitwirkung des Mediators anzustreben. Der Mediator hat die Prinzipien der Mediation zuvor umfangreich erläutert.
  2. Den Auftraggebern ist bekannt, dass der Mediator keine Entscheidungsbefugnis hat. Seine Rolle ist es, alle Beteiligten im Prozess der Entscheidungsfindung zu unterstützen. Er ist für das Verfahren und die Strukturierung der Mediation verantwortlich, nicht für deren Ergebnis. Die Parteien sind bereit, voll und offen mit dem Mediator zu kooperieren.

  3. Gesonderte Gespräche mit den einzelnen Parteien wird der Mediator nur mit Zustimmung aller Parteien führen.
Teilnehmer an der Mediation
  1. An den Verhandlungen nehmen jeweils die Parteien und der Mediator teil.

  2. Der Mediator ist berechtigt ohne Mehrkosten für die Parteien ein Co-Mediator / in zu benennen, wenn sichergestellt ist, dass sich hierdurch das Mediationsverfahren nicht verlängert.
Allparteilichkeit
  1. Der Mediator verpflichtet sich, allparteilich zu sein. Er erklärt, dass er in dieser Sache nicht vorbefasst gewesen ist. Hiervon ausgenommen ist das mit den Parteien 1 und 2 sowie Herrn Bernd Stein geführte Vorgespräch bezüglich der Möglichkeit der Übernahme dieses Mediationsverfahrens.

  2. Möglich Interessenkonflikte sind dem Mediator nicht bekannt.
Informiertheit, Offenlegung von Informationen
  1. Die Parteien verpflichten sich zur Offenlegung aller für die Regelung des Sachverhaltes relevanten Informationen (Schriftstücke und Verträge).

  2. Der Mediator wird der jeweils anderen Partei grundsätzlich alle schriftlichen Unterlagen, die ihm von einer Partei bekannt gegeben werden, zur Kenntnis bringen. Wünscht eine Partei, dass Informationen, die sie dem Mediator zur Verfügung stellt, zunächst vertraulich bleiben, so hat sie dies gegenüber dem Mediator ausdrücklich schriftlich kenntlich zu machen

  3. Dies gilt entsprechend für den Inhalt von etwaiger Einzelgespräche, die der Mediator mit der einen oder anderen Partei führen sollte. Wünscht eine Partei, dass der Inhalt von Einzelgesprächen vom Mediator vertraulich behandelt werden soll, so hat sie dies gegenüber dem Mediator ausdrücklich zu erklären.
Ort der Verhandlungen, Zeitplanung, Terminabsagen
  1. Die Parteien und der Mediator werden sich bemühen, das Mediationsverfahren zügig durchzuführen. Der jeweils nächste Termin wird am Ende einer Sitzung festgelegt.

  2. Eine Absage vereinbarter Termine soll frühestmöglich, spätestens 

48 Stunden vor dem festgesetzten Treffen erfolgen. Erfolgt eine spätere Absage, so ist der Mediator berechtigt 2 Zeitstunden abzurechnen.

  3. Derzeit gehen die Parteien von einem voraussichtlichen Aufwand von nicht mehr als 

5 bis 6 gemeinsamen Treffen aus.
Vertraulichkeit
  1. Der Inhalt der Mediationsgespräche ist vertraulich. Die Parteien nehmen zur Kenntnis, dass alle Informationen, die der Mediator erhält, unter seine Verschwiegenheitsverpflichtung fällt. Die Parteien verpflichten sich, den Mediator in einem etwaigen anschließenden Gerichtsverfahren nicht als Zeugen zu benennen. Er wird auch nicht in einem sonstigen Schiedsverfahren (z. B. vor der IHK) zur Verfügung stehen.
  2. Auch die Parteien untereinander vereinbaren Vertraulichkeit über den Verlauf und den Inhalt des Mediationsverfahrens. Die Parteien verpflichten sich weiter, sämtliche in dem Mediationsverfahren von der anderen Partei erlangten Kenntnisse für den Falll des Scheiterns der Mediation nicht in einer streitigen Auseinandersetzung zu verwenden.
Im Falle des Scheiterns der Mediation, werden sämtliche Schriftstücke, die im Zuge des Verfahrens der anderen Partei übergeben wurden, auf Verlangen der übergebenden Partei an diese zurückzugeben.

  3. Die Vertraulichkeitsverpflichtungen nach dieser Vereinbarung gelten auch über das Ende des Mediationsverfahren hinaus.
  4. Der Mediator fertigt zu seiner eigenen Information Protokolle an. Diese werden nach Abschluss des Mediationsverfahrens vollständig vernichtet. Es besteht weder für die Auftraggeber und auch für Dritte Einsichtsrecht. Für Supervisions- und Lehrzwecke ist der Mediator ermächtigt, unter Veränderung aller vertraulichen Daten die Angelegenheit als Fall zu dokumentieren.
Eigenverantwortlichkeit der Parteien, keine Steuerberatung durch den Mediator
  1. 
 Die Parteien sind übereingekommen, mit diesem Mediationsverfahren den Versuch zu unternehmen, den zwischen Ihnen bestehenden Konflikt kooperativ und eigenverantwortlich zu lösen: Sie werden sich bemühen, in jedem Verfahrensstadium lösungsorientiert, fair und offen miteinander zu verhandeln

  2. Der Mediator hat die Auftraggeber darauf hingewiesen, dass diese sich rechtlich und steuerrechtlich beraten lassen sollen. Jede Partei kann sich durch Rechtsanwälte oder andere Personen seines Vertrauens beraten lassen. Wird am Ende der Mediation eine Vereinbarung getroffen, haben die Medianden immer die Möglichkeit, diese durch externe Berater überprüfen zu lassen.
Freiwilligkeit des Mediationsverfahrens, vorzeitige Beendigung
  1. Das Mediationsverfahren ist freiwillig
  2. Jede Partei hat jederzeit das Recht, dem Mediator schriftlich mitzuteilen, das Mediationsverfahren nicht mehr fortsetzen zu wollen. Der Mediator stellt dann die Beendigung des Verfahrens schriftlich fest. Nach Möglichkeit soll vor der auf diese Art beendeten Mediation noch ein letztes abschließendes Gespräch der Parteien und des Mediators stattfinden.

  3. Darüber hinaus kann auch der Mediator das Mediationsverfahren durch schriftliche Benachrichtigung aller Parteien für beendet erklären. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn der Mediator den Verdacht hat, dass eine Partei nicht in gutem Glauben handelt und z. B. falsche oder unvollständige Informationen gibt, oder wenn er zu der Schlussfolgerung kommt, dass eine weitere Mediationssitzung dem Konfliktbearbeitungsprozess nicht mehr förderlich sein wird. Darüber hinaus kann der Mediator das Verfahren auch beenden, wenn ein vereinbarter Kostenvorschuss oder eine von ihm gestellte Honorarrechnung trotz schriftlicher Mahnung nicht bezahlt wurde. Der Mediator ist nicht verpflichtet, die Gründe mitzuteilen, aufgrund derer er das Mediationsverfahren beendet hat.

Verjährungshemmung, Gerichtsverfahren, Stillhaltevereinbarung, vorläufige Regelung
  1. Die Parteien verpflichten sich, ausschließlich zur Fristwahrung Klage zu erheben und alle Beteiligten sowie die Mediatoren hiervon umgehend in Kenntnis zu setzen. Währen des Mediationsverfahren verpflichten sich die Parteien, keine neuen gerichtlichen Schritte einzuleiten. Ausnahme bildet die Wahrung der Rechtsposition (z. B. Firstwahrung in Kündigungsschutzsachen, tarifliche Ausschlussfristen). Die Parteien verpflichten sich, bei anhängigen Verfahren das Gericht oder die staatliche Stelle (z. B. Hauptfürsorgestelle) über das Mediationsverfahren zu informieren und das Ruhen des förmlichen Verfahrens bis zum Abschluss der Mediation zu beantragen. Ein Beweisverfahren soll während der Mediation keinesfalls durchgeführt werden. Alle Beteiligten verpflichten sich, dies zu unterlassen.
  2. 
 Die Gespräche während der Mediation sind bis zum Abschluss der endgültigen Vereinbarung nicht rechtsverbindlich
Abschluss des Mediationsverfahrens
  1. Außer in den Fällen der vorzeitigen Beendigung des Mediationsverfahrens, endet das Verfahren mit Abschluss einer schriftlichen Abschlussvereinbarung. Vor dem Wirksamwerden einer solchen Abschlussvereinbarung sind Äußerungen und Vorschläge der Parteien, die im Mediationsverfahren vorgebracht werden, nicht rechtsverbindlich. Teileinigungen sind rechtsverbindlich, wenn dies von den Parteien ausdrücklich so gewünscht wird.

  2. Die Parteien verständigen sich darüber, ob die Abschlussvereinbarung notariell beurkundet werden soll, oder ob ein Rechtsanwalt die Abschlussvereinbarung formuliert.

Kosten und Honorarvereinbarung
  1. Die Parteien haften gesamtschuldnerisch für die Kosten der Mediation. Jede Partei trägt für sich die Gebühren und sonstigen Aufwendungen, die ihm durch die Beauftragung von Vertretern, zusätzlichen Beratern oder Sachverständigen entstehen.

  2. Die Medianden verpflichten sich gemeinsam dem Mediator ein Honorar in Höhe von EUR 150,00 incl. USt. pro angefangene Stunde (á 60 Min.) zu zahlen. Der Mediator rechnet monatlich ab, unabhängig vom Stand des Mediationsverfahrens. Die Abrechnung erfolgt über die Mediations GbR Alles-Schuwardt in 42285 Wuppertal, Oberbergische Straße 52a.

  3. Reisekosten werden dem Mediator zusätzlich vergütet. Schriftliche Ausarbeitungen der Mediatoren, wie z. B. das Entwerfen einer Abschlussvereinbarung und die Erstellung eines Protokolls, sind nach Absprache gesondert zu vergüten.
Haftung des Mediators
  1. Der Mediator hat eine seine Tätigkeit umfassende Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen.
Sonstiges
  1. Sind oder werden einzelne Bestimmungen dieser Vereinbarung unwirksam, so bleibt die Gültigkeit dieser Vereinbarung im Übrigen unberührt. Ungültige Bestimmungen sind einvernehmlich durch solche zu ersetzen, die unter Berücksichtigung der Interessenlage aller Parteien geeignet sind, den gewünschten wirtschaftlichen Zweck zu erreichen.
  2. Änderungen und Ergänzungen dieser Vereinbarung bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der Schriftform.

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Danke!

Ich freue mich auf unser Telefonat!

Ihr
Egbert Schuwardt
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